Mza logo.gif LangTuning-Logo

Batterie

Aus SimsonTechnikWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Batterie

Die Batterie hat je nach Bordspannung 6V oder 12V Nennspannung.

Bauformen

Nassakkus

Die bekannteste Bauform. Die Batterie wird vor der Verwendungung mit 37,5%iger Schwefelsäure H2SO4 befüllt. Da mit der Zeit der Wasseranteil verdunstet und somit der Säurepegel sinkt aber gleichzeit der Säuregehalt steigt, muss destilliertes Wasser nachgefüllt werden. Es darf auf keinen Fall wieder Schwefelsäure nachgefüllt werden, damit würde der Säuregehalt steigen und die Sulfation der Bleiplatten begünstigen, was in einer verringerten Lebensdauer resultiert.

AGM

Absorbent Glass Mat (AGM) ist eine modernere Form der Bleiakkus, die keine flüssige Säure, sondern in einem Vlies gebundendes Elektrolyt besitzen. Dadurch wird der Akku wartungsfrei, es muss und kann keine Säure/ destilliertes Wasser eingefüllt werden. Der AGM kann nicht auslaufen, für den Dauerbetrieb wird aber oft eine bevorzugte Einbaurichtung (meistens die Anschlüsse oben) vorgegeben.

Lithium

In verschiedenen Bauformen (Li-Ion, LiPo, LiFePo4) gibt es Lithium-Akkus, die besonders durch ihre Leistungsfähigkeit glänzen. Durch die aufwendigere Ladetechnik und die potentielle Explosionsgefahr (besonders LiPo) bei Überladung ist bei der Verwendung im KFZ-Bereich Vorsicht geboten und Blei-Akkus sollten nicht ohne bessere Kenntnis durch Lithium-Akkus ersetzt werden.

Kapazität

Der der Großteil der Simsons keinen Elektro-Starter hat (außer einige Sondermodelle), kann die Kapazität relativ klein ausfallen. Mit modernen Zündanlagen wie der Vape-Zündung, die eine DC-Leistung von 25W besitzt, reicht sogar ein 1,2Ah-AGM zur Versorgung aus. Bei originalen Zündanlagen (Unterbrecher, Elektronik) sollte aufgrund der geringeren Ladeleistung die Kapazität wie original bleiben.

Wartung und Pflege

Beim Einbau sollten die Batteriepole mit Kontaktfett bestrichen werden. Das verbessert zwar nicht den Kontakt, verhindert aber Korrosion und somit eine Verschlechterung des Kontaktes. Der Ladezustand sollte regelmäßig mit einem Multimeter geprüft werden und sollte bei einem 12V Akku deutlich über 12V liegen (>12,5V). Besonders nach einer längeren Fahrt sollte die Batteriespannung nie unter 12V sinken. Das wäre ein Zeichen für zu geringe Ladeleistung oder eine defekte/alternde Batterie.

Wird das Fahrzeug über längere Zeit nicht bewegt (zum Beispiel Winterpause), lohnt sich das Laden der Batterie, um eine Tiefentladung zu vermeiden.

Ladegerät

Bei Ladegeräten zahlt sich Qualität aus. Einfache Ladegeräte bestehen aus schlichten Transformatoren, die keine Ladeschlussspannung besitzen. Wird das Ladegerät nicht rechtzeitig abgeklemmt, wird der Akku überladen und nimmt dadurch erheblich Schaden. Nassakkus beginnen zu kochen, AGM blasen auf und können platzen.

Deshalb lohnt ein mikroprozessorgesteuertes Ladegerät wie das Ctek XS 0.8 für 12V Akkus oder das Ctek Ctek XC 0.8 für 6V Akkus, welche optimale Ladeströme für Akkus ab 1,2Ah Kapazität bieten. Das fördert die Haltbarkeit und die Betriebssicherheit der Akkus. Mit der Erhaltungsladung können die Ladegeräte auch über längere Zeiten am Akku angeschlossen bleiben (z.B. Winterpause).

Siehe auch: Batterie laden

Autoladegeräte haben auch oft zu große Ladeströme für die kleinen Moped-Akkus.