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Tank entrosten

Aus SimsonTechnikWiki
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Materialen:

  • Trichter (ca. 30cm groß ca. 8,00€)
  • Zitronensäure (eine Packung 375g ca. 3,00€)
  • Ablfussreiniger mit Natriumhydroxid (ein Teelöffel)
  • etwas Fett, Politur, o.a.
  • alte Schrauben und Muttern


Günstig und einfach kann der Tank mit Zitronensäure entrostet werden. In Drogeriemärkten gibt es zum Beispiel Packungen mit 375g für ca. 3,00€, das reicht für Simson-Tanks. Vor der Behandlung sollte der Tank mit einer Hand voll Muttern, Schrauben o.ä. und Wasser (ca. 2 Liter) gut durchgeschüttelt werden, das löst die groben Bestandteile.

Die Zitronensäure wird in heißem Wasser aufgelöst und in den Tank gefüllt. Eine Packung (375g) reicht für 7l bis 8l Wasser, das ergibt einen ph-Wert zwischen 3,5 und 4, es kommt auch nicht auf eine gramm-genaue Dosierung an. Begründet durch die RGT-Regel verläuft die Entrostung mit heißem Wasser viel effektiver. (mit 80°C statt 20°C ca. 100 mal so effektiv). Mit kaltem Wasser dauert die Entrostung mehrere Tage, mit heißem Wasser wenige Stunden. Vor dem Entsorgen wird der Zitronensäue ein Teelöffel Abflussreiniger (wichtig: mit Natriumhydroxid) zugegeben, um die Säure zu neutralsieren, damit diese gefahrlos entsorgt werden kann.

Nun muss der Tank noch reichlich und gründlich mit viel Wasser gespült werden, da sich noch viele Schwebe- und Rostpartikel im Tank befinden, die sonst den Benzinfilter zusetzen. Im Anschluss den Tank trocknen und mit Spiritus spülen (bindet Wasser), damit kein neuer Rost entsteht. Sollte der Tank nicht nachbehandelt werden oder mit Kraftstoff befüllt werden, muss er mit Öl konserviert werden.

Hinweise: Um den Lack des Tankes zu schützen, sorgfältig die Säure einfüllen. In Baumärkten gibt es Trichter mit ca. 30cm Öffnungsweite. Damit geht beim Einfüllen kein Tropfen Säure verschüttet. Zum Schutz den Tank mit Fett oder Politur einreiben, falls doch ein Tropfen daneben geht. Die Trichter haben meistens auch ein Sieb im Inneren. Das ist sehr nützlich, wenn man die neutralisierte Säure entsorgt und den Tank hinterher mit Wasser spült, denn dann werden die Rostpartikel aufgefangen und verstopfen keinen Abfluss.

Für optimale Handhabung sollte der Tank ausgebaut werden. Damit er trotzdem sicher mit der Öffnung gerade steht, kann aus Holz eine kleine Hilfskonstruktion gebaut werden.

Wenn man keine Möglichkeit hat, das Wasser vorher aufzukochen (für die Arbeiten sollten kein Küchengeschirr verwendet werden!), kann man das Wasser entweder mit einem Reisetauchsieder erwärmen (wobei man aber erst einen finden muss, der klein genug ist, um durch die Öffnung zu passen) oder im Eigenbau mit einem Leistungswiderstand erwärmen. Eine Anleitung dazu folgt.

Sandstrahlen

Das Sandstrahlen entfernt zwar auch auf mechanichem Weg den Rost, aber die Schwebepartikel nach dem Sandstrahlen lassen sich sehr schwer aus dem Tank auspühlen, da sie gut am Metall haften. Es verstopft in Zukunft zwar kein Rost den Benzinfilter, sondern Sandstrahlpartikel.

Beschichtung / Versiegelung

Der Nachteil an Versiegelungen ist neben dem teuren Preis auch die Tatsache, dass bei wiederkehrendem Rostbefall neben dem Rost noch die die Versiegelung zu entfernen wäre. Denn genauso wie beim Lack kann auch im Tank unter der Beschichtung erneut Rost entstehen. Zwar wird vor der Versiegelung auch eine chemische/mechanische Rostentfernung durchgeführt, aber da der Innenraum nicht voll einsehbar ist, kann erneut Rost entstehen. Sollte bei einem unbehandelten Tank nach Jahren wieder Rost auftreten, kann kostengünstig wieder mit Zitronensäure entrostet werden.