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Vape Messwerte

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Zündungsprobleme können an defekten Komponenten liegen. Mit einem LCR-Meter kann man Stator und Zündspulen durchmessen. Die Messwerte sind aber keine Garantie für einwandfrei oder defekte Komponenten, sondern können nur Hinweise liefern. Da wir lastfrei und ohne Spannung messen, kann es sein, dass durchaus korrekte Messwerte vorliegen, im Betrieb aber dennoch ein Wicklungsschluss o.ä. auftritt. Soweit nicht anders angegeben, wird immer gegen Masse gemessen.

Vape 70-3

Messwerte Bj. 2014

Vape 70-5

Messwerte Bj. 2014

Stator A70-5

Es ist möglich, dass ältere Statoren anderen Kennwerte besitzen. Herr Rosner hat ein älteres Modell mit Kennwerten veröffentlicht, wobei der Ladeanker mit 712mH nur die Hälfte der Induktivität besitzt: A70-S5 Messwerte Die anderen Messwerte decken sich mit den aktuellen Baujahren.

Zündspule Z54

Das Killkabel rosa ist direkt mit dem Ladeankereingang N geschaltet und hat somit einen Durchgangswert von 0Ω. Der Pickup-Eingang S hat gegen Masse einen Widerstandswert von 215Ω, welcher sich aus der Parallelschaltung der beiden 430Ω-Widerstände ergibt: Vape Z54 CDI Schaltplan. Ist der Widerstandswert deutlich geringer (unter 200Ω z.B. 150Ω) kann das auf einen defekten Thyristor deuten (die Zündspule ist somit defekt).

Reparatur

Eine Reparatur an den hier vorgestellten Komponenten ist allgemein nicht möglich oder sinnvoll. Die Zündspulen sind vergossen, das Öffnen dieser ist vom Zeitaufwand her deutlich teurer als ein Neuteil, weiterhin können beim Öffnen Bauteile in der CDI beschädigt werden. Defekte Spulen auf den Statoren lassen sich theoretisch neu wicklen, aber auch hier ist das Verhältnis von Aufwand zum Neuteilpreis unwirtschaftlich.

Hinweise

Die Messwerte sind alle toleranzbehaftet, und können sicher um die 5-10% abweichen. Das liegt an den Fertigungstoleranzen, Materialtoleranzen, Messgerätetoleranzen etc. Besonders auf die Nachkommastellen sollte nicht zu viel Wert gelegt werden. Bei 70-3 und 70-5 wird der gleiche Regler verwendet. Daher haben auch beide Statoren den gleichen Spulenaufbau bei der AC-Versorgung (gelb) und DC-Versorgung (gelb-rot). Die Abweichnungen der Messwerte hier um 0,1mH oder 0,1Ω sind also zu vernachlässigen.

An den Statoren kann man von allen Spulen die Widerstandswerte und Induktivitäten messen. An den Zündspulen sind die Messmöglichkeiten durch die innere Beschaltung beschränkt.

Haltbarkeit

Damit die Zündungskomponenten eine lange Haltbarkeit haben, sollten 3 Dinge beachtet werden:

1. Die Zündspule muss unbedingt ein separates Massekabel auf den Motorblock besitzen. Nur so ist ein einwandfreies Massepotential gesichert. Über die Anschraubung an den Rahmen ist das nicht immer gewährt - bei fehlender Masse können Spannungspitzen das innere der Zündspule beschädigen.

2. Allgemeine Sorgfältigkeit walten lassen. Die Spulen auf der Grundplatte dürfen nicht beschädigt werden. Sie sind mit transparentem Drahtspulenlack überzogen, wird dieser beschädigt, kann es zum Wicklungsschluss kommen.

3. Ausreichende Belüftung bei thermisch stark beanspruchten Motoren (Rennmotoren). Der Drahtspulenlack ist nur bis zu einer bestimmten Temperatur beständig. Wird die Grenztemperatur überschritten, kann es auch hier zum Wicklungsschluss kommen: Ein Defekt ist die Folge.